Zertifiziertes Umweltmanagement
STILL legt großen Wert auf Umweltschutz und setzt sich im Rahmen seines HSE-Managementsystems dafür ein, seine Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten. Insbesondere die verantwortungsvolle Ressourcennutzung und die konsequente Reduktion von Umweltbelastungen vor Ort stehen im Fokus. Der indikatorenbasierte Ansatz konzentriert sich auf die Themen Energie und THG-Emissionen sowie Wasser und Abfall.
Mit der integrierten Management-Richtlinie „Nachhaltigkeit – Qualität – Arbeitssicherheit – Umweltschutz – Energie“ verpflichtet das Unternehmen alle Führungskräfte, umweltschonende und energieeffiziente Prozesse und Produktionsverfahren sowie die Vermeidung von Abfällen soweit wie möglich zu gewährleisten, natürliche Ressourcen wie Wasser, Boden und Rohstoffe sparsam und verantwortungsvoll zu nutzen und Emissionen in Luft, Wasser und Boden zu vermeiden beziehungsweise zu vermindern sowie sich aktiv an der Reduktion von THG-Emissionen durch die Geschäftstätigkeit zu beteiligen. Die Standorte von STILL haben sich verpflichtet, den konzernweiten HSE-Standard von KION umzusetzen, und entwickeln darüber hinaus spezifische Strategien, um die lokalen Bedingungen zu berücksichtigen. Zur Unterstützung dieser Bemühungen wurde für jede Landesgesellschaft ein HSE-Verantwortlicher ernannt.
Ein wesentliches Nachhaltigkeitsziel im Rahmen der Unternehmensstrategie ist die Zertifizierung aller Standorte nach ISO 14001 (Umweltmanagement). Mittlerweile sind alle Produktionsstandorte und nahezu alle Vertriebsorganisationen nach der gängigen Umweltschutznorm ISO 14001 zertifiziert. Zudem ist das Energiemanagementsystem an den größten Standorten nach ISO 50001 und/oder DIN EN 16247 zertifiziert. Regelmäßige Audits machen die Leistung transparent und schaffen die Voraussetzung, um auch in puncto Nachhaltigkeitsleistung immer besser zu werden. Das etablierte HSE-Managementsystem erfasst alle relevanten Daten für das Energie- und Umweltmanagement und ermöglicht damit ein effizientes Nachhaltigkeitsmanagement in der gesamten Organisation von STILL.
Prozentsatz der Standorte, die nach ISO 14001 zertifiziert sind
Energiemanagement
STILL verfolgt im Energiemanagement das Ziel, die Energieeffizienz zu steigern und den Energieverbrauch pro Fahrzeug zu senken. Dabei setzt das Unternehmen unter anderem auf erneuerbare Energien und E-Mobilität sowie auf die flächendeckende Optimierung der Beleuchtungstechnik. So wurde damit begonnen, die Beleuchtung auf LED-Technologie umzustellen und Präsenzmelder an den Arbeitsplätzen zu installieren. Konzernweit wird bis 2030 eine vollständige Umstellung auf Ökostrom angestrebt. Im Geschäftsjahr 2025 bezog STILL sowohl in den Werken als auch in den Niederlassungen 99 Prozent des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen.
Mit der vollständigen energetischen Sanierung des Hamburger Verwaltungsgebäudes und der Effizienzsteigerung des Fernwärmenetzes hat STILL einen großen Beitrag zur Verbesserung seiner Energiebilanz geleistet und THG-Emissionen reduziert. Der verantwortliche Umgang mit Energie und die Reduktion des Energieverbrauchs sind außerdem Teil der obligatorischen jährlichen HSE-Schulung.
Auch eine Verkürzung der Transportwege trägt dazu bei, Energie zu sparen: Die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Polen und Österreich werden heute über das neue Regional Service Center im tschechischen Brno direkt ab Lager beliefert. Durch die optimierten Transportwege und -zeiten kann STILL seine Kunden schneller beliefern, die Reaktionszeiten verkürzen und eine höhere Verfügbarkeit gewährleisten.
Die Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz haben bei STILL eine lange Tradition. Bereits 2013 wurde der Produktionsstandort Hamburg nach ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Mittlerweile sind alle energieintensiven Produktionsstandorte von STILL zertifiziert und werden regelmäßig im Rahmen des aktuellen Zertifizierungszyklus überprüft.
Direkter und indirekter Energieverbrauch in GJ
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2025 |
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2024 |
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2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Gesamtverbrauch an Energie, direkt und indirekt |
|
657.827 |
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673.072 |
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704.729 |
Direkt verbrauchte Energie |
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436.605 |
|
463.627 |
|
475.264 |
Diesel, nicht erneuerbar |
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242.095 |
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255.999 |
|
258.501 |
Benzin, nicht erneuerbar |
|
25.639 |
|
23.623 |
|
14.289 |
Heizöl, nicht erneuerbar |
|
16.864 |
|
14.330 |
|
13.892 |
Kokskohle, nicht erneuerbar |
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36.717 |
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58.829 |
|
74.874 |
Erdgas, nicht erneuerbar |
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112.710 |
|
108.830 |
|
111.714 |
LPG, nicht erneuerbar |
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544 |
|
697 |
|
709 |
Biodiesel, erneuerbar |
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384 |
|
0 |
|
0 |
Bioethanol, erneuerbar |
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25 |
|
0 |
|
0 |
Wasserstoff, erneuerbar |
|
7 |
|
0 |
|
0 |
Solarelektr. selbst erzeugt, erneuerbar |
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1.621 |
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1.319 |
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1.285 |
Indirekt verbrauchte Energie |
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221.222 |
|
209.445 |
|
229.465 |
Strom |
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157.635 |
|
155.708 |
|
164.955 |
Wärme |
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63.587 |
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53.737 |
|
64.509 |
Wasser
Selbstverständlich stellt STILL sicher, dass alle Anlagen auf dem Gelände den Kriterien aus der Betriebssicherheitsverordnung und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen entsprechen und regelmäßig geprüft beziehungsweise überwacht werden.
An den Standorten weltweit wurden Maßnahmen ergriffen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren, wie zum Beispiel Wasserspareinrichtungen in den Sanitärbereichen oder die Anweisung, Firmenfahrzeuge nur bei Bedarf zu waschen. Zur Abwasserreduktion trägt auch bei, dass die Pulverlackieranlagen in den Werken von STILL auf dem neuesten Stand der Technik sind. Automatisierte Prozesse und Technologien helfen, die Umweltverschmutzung zu reduzieren, indem das Wasser der Vorbehandlung im Kreislauf geführt und wiederaufbereitet wird. Verbrauchte Prozesswässer aus der Herstellung werden separiert und einer chemisch-physikalischen Aufbereitung zugeführt, bevor sie wieder in den natürlichen Wasserkreislauf eingeleitet werden.
Die Geschäftstätigkeit von STILL beeinträchtigt die Wasserqualität nur in sehr geringem Umfang, sodass bis auf den Einsatz von Leichtflüssigkeitswasserabscheidern keine weitere Vorbehandlung der Abwässer vor der Entsorgung notwendig ist. Ungeachtet dessen lässt STILL an einigen Standorten seine Abwässer regelmäßig durch externe Analysen überwachen.
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2025 |
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2024 |
|
2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Gesamtmenge der Wasserentnahme |
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78.910 |
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118.314 |
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121.130 |
Grundwasser |
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450 |
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440 |
|
450 |
Städtische Wasserversorgung |
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78.460 |
|
117.874 |
|
120.679 |
Wasserentnahme aus anderen Quellen |
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0 |
|
0 |
|
1 |
Klimaschutz
Die weltweiten Anstrengungen zur Begrenzung der Erderwärmung und die damit einhergehenden Herausforderungen verlangen auch von STILL und seinen Partnern aktive und zukunftsgerichtete Klimaschutzmaßnahmen. Über seine eigene Geschäftstätigkeit hinaus arbeitet STILL bei diversen Themen bezüglich Energieverbrauch, Ressourceneffizienz und Senkung von THG-Emissionen eng mit seinen Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern zusammen.
Die Grundlage des Klima- und Energiemanagements von KION bildet das Pariser Klimaabkommen von 2015 mit dem Ziel, die Erderwärmung auf einem sektorübergreifenden Pfad auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Nach ersten Klimazielen im Jahr 2018 und einer umfassenden Strategieüberarbeitung ab 2021 hat sich KION im Jahr 2023 öffentlich dazu verpflichtet, bis spätestens 2050 Netto-Null-THG-Emissionen in ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat die kurzfristigen Klimaziele und das Netto-Null-Ziel von KION im Jahr 2024 formell gewürdigt (siehe „Führende Ziele“). Alle genannten THG-Ziele des Konzerns sind Bruttoziele und beziehen negative THG-Emissionen, CO2-Kompensationen oder vermiedene THG-Emissionen als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele nicht mit ein.
Zur effektiven Steuerung der THG-Emissionen und des Energieeinsatzes – einschließlich der Nutzung erneuerbarer Energien – hat der Konzern ein umfassendes Klimamanagementsystem etabliert. Es umfasst sowohl die eigene Betriebstätigkeit als auch vor- und nachgelagerte Aktivitäten in der Wertschöpfungskette – vom Einkauf über die Produktion bis hin zur Nutzung und Wiederverwendung am Ende des Lebenszyklus. Als methodische Grundlage für die Erfassung und Steuerung der THG-Emissionen dienen die international anerkannten Standards des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol).
Um die strategischen Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel zu erreichen, beabsichtigt KION zukünftige Investitionen zu tätigen, deren Zeitpunkt und Umfang sich in der Planung befinden. Eine Konkretisierung ist mit einem Übergangsplan für das Geschäftsjahr 2026 angestrebt.
THG-Emissionen in kg CO2eq
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2025 |
|
2024 |
|
2023 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Scope 1 |
|
30.555.797 |
|
32.960.784 |
|
34.357.546 |
||||
Scope 2, marktbasiert |
|
3.396.223 |
|
3.249.219 |
|
3.940.772 |
||||
Scope 3.31, standortbasiert |
|
10.228.060 |
|
10.609.197 |
|
10.405.374 |
||||
Gesamtemissionen |
|
44.180.080 |
|
46.819.200 |
|
48.703.692 |
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Klimaschutzmaßnahmen zur CO2-Reduktion
Zur Reduktion der THG-Emissionen aus der eigenen Betriebstätigkeit (Scope 1) ersetzt STILL schrittweise Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Service- und Dienstwagenflotte durch Elektrofahrzeuge. Im Geschäftsjahr 2025 wurde dieses Konzept für eine geräuscharme und nachhaltigere Mobilität in der gesamten EMEA-Region systematisch vorangetrieben. Ziel ist die flächendeckende Elektrifizierung der Fahrzeugflotte – vom Firmenwagen bis zum Service-Van. Dafür wurde zunächst für Deutschland ein praxisnahes und zukunftsfähiges E-Mobilitätskonzept erarbeitet, das 2026 flächendeckend umgesetzt werden soll und als Blaupause für die gesamte EMEA-Region dient. Als Grundlage wurden die Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz, unterwegs und beim Kunden sowie die dafür erforderliche Infrastruktur detailliert analysiert. Um die Einsatzfähigkeit elektrischer Transporter insbesondere im Servicegeschäft sicherzustellen, wurden technische und regionale Anforderungen hinsichtlich Reichweite, Zuladung und Ladezeiten der relevanten Fahrzeugtypen sorgfältig geprüft. Dieser Dekarbonisierungsansatz in Scope 1 ist eng mit der Reduktion der THG-Emissionen in Scope 2 verknüpft, da die Elektrifizierung der Flotte Hand in Hand geht mit einem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien im eigenen Betrieb (siehe „Energiemanagement“).
In der Schweiz arbeitet STILL mit DKV Mobility zusammen. Seit 2022 werden dadurch mehr als 90 Prozent der Fahrzeuge über die DKV Climate Card betankt, wobei die beim Kraftstoffverbrauch anfallenden Emissionen über zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. An den nordischen Standorten in Dänemark, Schweden und Norwegen gilt ebenfalls seit 2022 eine Dienstwagenregelung, die ausschließlich Hybrid- und Elektrofahrzeuge zulässt. In Benelux wurde die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte bereits eingeleitet, und an weiteren Standorten wird die Umstellung sukzessive geprüft und ausgeweitet. Parallel dazu wurde der Ausbau der Ladeinfrastruktur vorangetrieben – seit 2024 verfügen alle Hauptniederlassungen in Deutschland über entsprechende E-Ladestationen.
Im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen im Hamburger Werk wurden 2023 zwei CO2-Laserschneidanlagen in der Blechfertigung durch deutlich effizientere Faserlaseranlagen ersetzt. Neben einem geringeren Stromverbrauch wird dadurch CO2 weiter eingespart, da der Laser bei den neuen Anlagen nicht mehr mit Gas erzeugt wird.
Das Team von STILL setzte sich beim Stadtradeln 2025 ein – für den Klimaschutz sowie für eine bessere Radinfrastruktur in Hamburg – und belegte den dritten Platz im Unternehmensranking. Mehr als 254 Mitarbeitende legten mit 67.653 Kilometern einen neuen Team- und Kilometerrekord zurück. Dadurch wurden umgerechnet knapp 11 t CO2eq eingespart. Eine weitere Maßnahme zur Förderung eines emissionsfreien Arbeitswegs ist das erweiterte Stellplatzangebot am Standort Hamburg: Insgesamt stehen 250 überdachte Fahrradstellplätze auf zwei Etagen zur Verfügung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Fahrradakkus an einer Smart‑Charging-Station aufzuladen. Um nachhaltige Mobilität weiter zu fördern, ermöglichen alle deutschen Gesellschaften von KION ihren Beschäftigten, ihr Bruttoentgelt für ein Fahrradleasing umzuwandeln. Die Diensträder können die Mitarbeitenden auch privat nutzen.
Neben der aktiven Reduktion eigener Emissionen gleicht die Gesellschaft von STILL in der Schweiz THG-Emissionen ergänzend durch den Einsatz von Klimaschutzzertifikaten aus und unterstützt zu diesem Zweck ein ausgewähltes Klimaschutzprojekt. Bei dem unterstützten Projekt wird erneuerbare Energie aus Sägemehl gewonnen, das durch die Produktion von Rohmaterial für die Papierherstellung entsteht. Das Sägemehl wird als Biomasse für die Erzeugung von Wasserdampf wiederverwendet, der wiederum die Energiequelle für die Produktion von Rohmaterial ist. Mit diesem regenerativen System können folglich fossile Energiequellen als Wärmequelle abgelöst werden. Das Biomasseprojekt ist eines der einzigen Klimaschutzprojekte in Europa, das mit dem „Gold-Standard“ von Swiss Climate ausgezeichnet wurde.
Ab 2026 plant die Schweizer Gesellschaft, bei der Auslieferung an Kunden Elektro-Lkw einzusetzen und damit die bisherige Kompensation über Klimaschutzzertifikate durch eine direkte Emissionsreduktion im eigenen Betrieb abzulösen.
Weitere überwachte Emissionen
Die Gebäude von STILL befinden sich in der Regel in Industriegebieten, in denen keine Anwohner leben. Laufende Kontrollen und Messungen haben ergeben, dass Lärmschutzwände nicht notwendig sind. Demgegenüber verfügt STILL über interne Lärmschutzmaßnahmen: Alle Arbeitsplätze werden bezüglich der Lärmbelastung beurteilt. Dazu wurde ein Lärmkataster aufgebaut, das durch die Abteilung Arbeitssicherheit und Umweltschutz regelmäßig aktualisiert wird. Anhand der Risikobewertung wird die beste Methode zum Schutz der Beschäftigten vor lärmbedingtem Hörverlust ermittelt. So wurden beispielsweise an allen Produktionsstandorten Lärmwarnschilder angebracht und kostenlose Gehörschützer werden zur Verfügung gestellt. Außerdem werden laute Maschinen eingekapselt und Lärmschutzwände installiert.
Um nicht nur die eigenen Mitarbeitenden, sondern auch die Umwelt vor gefährlichen Stoffen zu schützen, sind zur Begrenzung der Emissionen aus unseren Anlagen an relevanten Standorten Filtersysteme installiert. Die Eisengießerei Dinklage GmbH verfügt beispielsweise über hochwirksame Filtersysteme, um den Feinstaubeintrag in die Atmosphäre auf ein nicht vermeidbares Minimum zu verringern.
Sonstige signifikante Luftschadstoffemissionen in kg
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2025 |
|
2024 |
|
2023 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Gesamtmenge sonstiger signifikanter Luftschadstoffemissionen |
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1.173.383 |
|
1.709.706 |
|
1.928.112 |
||||
Kohlenmonoxid (Luftemissionen, CO) |
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1.144.960 |
|
1.675.653 |
|
1.884.679 |
||||
Stickstoffoxide (NOx) |
|
4.523 |
|
3.270 |
|
3.678 |
||||
Schwefeloxide (SOx) |
|
1.0491 |
|
1.0191 |
|
5.141 |
||||
Flüchtige organische Verbindungen (VOC) |
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22.145 |
|
29.104 |
|
34.220 |
||||
Feinstaub (PM) |
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704 |
|
658 |
|
386 |
||||
Sonstige Emissionen in die Luft |
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2 |
|
4 |
|
8 |
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Ressourceneffizienz
Ressourceneffizienz wird bei STILL als ganzheitlicher Ansatz verstanden, der darauf abzielt, die Nutzung von Flurförderzeugen und Komponenten über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu optimieren, Materialien durch Instandhaltung, Wiederverwendung und Recycling systematisch zurückzuführen sowie Abfälle zu minimieren.
Das Ersetzen von kritischen oder gefährlichen Stoffen durch weniger kritische ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des bewussten Umgangs mit Ressourcen. Dies gilt sowohl für Rohstoffe als auch für Betriebsstoffe, die für die Produktion benötigt werden, aber nicht Teil des Endprodukts sind. So wurde beispielsweise 2024 ein Schutzlacksystem für Leiterplatten ersetzt, nachdem der Hersteller eine Neueinstufung als CMR-Stoff vorgenommen hatte. Im Jahr 2025 wurde zudem die Kühlflüssigkeit für die Produkte auf ein weniger schädliches Produkt umgestellt. Dieser bewusste Umgang mit gefährlichen Stoffen schützt Kunden, Mitarbeitende und Umwelt gleichermaßen.
An der Spitze der Abfallhierarchie steht die Abfallvermeidung. Um diesem Ziel gerecht zu werden, hat STILL in verschiedenen Bereichen Mehrwegsysteme installiert. So wird beispielsweise der überwiegende Teil der Ersatzteilversorgung einzelner Standorte sowie von Technikerinnen und Technikern in mehreren europäischen Ländern im Mehrwegsystem realisiert. In Ländern, in denen dies nicht möglich ist, werden unter anderem Kartonagen wiederverwendet, um wichtige Ressourcen einzusparen und Abfälle zu vermeiden.
Auch die Beschäftigten selbst leisten einen aktiven Beitrag zur Abfallreduktion. So nimmt die Betriebsgastronomie von STILL in Hamburg am RECUP- beziehungsweise REBOWL-System teil – dem größten Mehrwegsystem für Getränke und Speisen zum Mitnehmen in Deutschland. Darüber hinaus wurde 2025 eine Mitarbeiteridee umgesetzt, wonach die Kaffeeautomaten im Stammhaus keine Einwegbecher mehr ausgeben.
Wenn Abfälle sich nicht ganz vermeiden lassen, legt STILL höchsten Wert auf qualitativ hochwertiges Recycling – im eigenen Werk oder mit Kooperationspartnern. Seit Jahren werden in der hauseigenen Eisengießerei Schrottabfälle zu neuen Heckgewichten für STILL Stapler verarbeitet und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Gemäß den konzernweiten HSE-Richtlinien sind alle lokalen Organisationen – einschließlich STILL – verpflichtet, Verfahren zur Wiederverwertung ihrer Abfälle einzuführen und anzuwenden.
Ressourcenschonung und CO2-Reduktion spielen darüber hinaus bereits bei der Planung von Veranstaltungen wie Messen eine wichtige Rolle. Ein Beispiel: Bei der LogiMAT 2025 überprüfte und optimierte STILL erneut den geplanten Messeauftritt im Vorfeld umfassend. Regionale Beschaffung, Abfallreduktion sowie soziale und ökologische Kriterien standen dabei bei Partnern und Lieferanten im Vordergrund, insbesondere aber die Wiederverwertung des Messestands. Was im Vorjahr als Pionierleistung begann, ist heute fester Bestandteil des STILL Messekonzepts – die Zusammenarbeit mit dem Leipziger Unternehmen Trash Galore GbR, das nicht wiederverwertbare Materialien des Messestands an gemeinnützige Einrichtungen vermittelt. So konnten im Jahr 2025 rund 959 kg Material, darunter über 493 kg Teppich, 444 kg Regalsysteme und 22 kg Textilien, an den Kunstverein Wagenhalle e. V., die Jugendfarm Sindolino, das Stuttgarter Jugendhaus und die Lederschmiede gespendet werden. Dank dieser Kooperation konnten wertvolle Ressourcen weiterverwendet, über 4.000 kg CO2eq eingespart und die wichtige Arbeit der beteiligten gemeinnützigen Projekte unterstützt werden.
Gespendetes wiederverwertbares Material des Messestandes in Zusammenarbeit mit Trash Galore in 2025
Für Produktionsabfälle arbeitet STILL in Hamburg ausschließlich mit qualifizierten Entsorgungsunternehmen zusammen, die folgende Verwertungsverfahren anwenden:
Recycling und Rückgewinnung organischer Stoffe,
Anwendung zur Aufarbeitung der Schlämme und Rückstände aus dem Küchenfettabscheider,
Verwertung von Speiseabfällen aus der Betriebsgastronomie über ReFood,
Recycling und Rückgewinnung von anorganischen Stoffen – bezieht sich auf die Aufarbeitung von wässrigen Lösungen und Bearbeitungsemulsionen – sowie
Austausch von Abfällen, um diese einem abschließenden Verwertungsverfahren mit einer vorgeschalteten Aufarbeitung durch zum Beispiel Konditionierung oder Trocknung zu unterziehen.
Gefährlicher und ungefährlicher Abfall zur Verwertung in t in 2025
|
|
2025 |
|
2024 |
|
2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Gefährlicher Abfall zur Verwertung |
|
3.844 |
|
4.280 |
|
3.542 |
Recycelt |
|
3.273 |
|
3.878 |
|
2.762 |
Vorbereitet zur Wiederverwendung |
|
32 |
|
22 |
|
66 |
Andere Verwertungsmethoden |
|
539 |
|
380 |
|
714 |
Ungefährlicher Abfall zur Verwertung |
|
16.968 |
|
15.288 |
|
16.558 |
Recycelt |
|
15.127 |
|
13.618 |
|
14.989 |
Vorbereitet zur Wiederverwendung |
|
860 |
|
874 |
|
655 |
Andere Verwertungsmethoden |
|
981 |
|
796 |
|
914 |
Gefährlicher und ungefährlicher Abfall zur Beseitigung in t in 2025
|
|
2025 |
|
2024 |
|
2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Gefährlicher Abfall zur Beseitigung |
|
853 |
|
981 |
|
1.049 |
Verbrannt |
|
50 |
|
52 |
|
52 |
Deponiert |
|
380 |
|
473 |
|
639 |
Andere Beseitigungsmethoden |
|
424 |
|
457 |
|
359 |
Ungefährlicher Abfall zur Beseitigung |
|
5.257 |
|
6.983 |
|
4.926 |
Verbrannt |
|
312 |
|
350 |
|
217 |
Deponiert |
|
4.084 |
|
5.692 |
|
3.734 |
Andere Beseitigungsmethoden |
|
861 |
|
941 |
|
975 |
|
|
2025 |
|
2024 |
|
2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Gefährlicher Abfall |
|
4.697 |
|
5.261 |
|
4.591 |
Ungefährlicher Abfall |
|
22.225 |
|
22.271 |
|
21.484 |
Gesamtabfall zur Beseitigung |
|
611 |
|
7.964 |
|
5.975 |
Gesamtabfall zur Verwertung |
|
20.812 |
|
19.568 |
|
20.100 |
Weitere Aktionen
Im Rahmen der obligatorischen jährlichen HSE-Unterweisung werden auch Themen im Zusammenhang mit dem Umwelt-, Klima- und Energiemanagement des Unternehmens behandelt, wie zum Beispiel Energie- und Wasserverbrauch, Abfalltrennung oder Klimarisiken.
Prozentsatz der Standorte, an denen Beschäftigte im Rahmen einer HSE-Schulung zu Umweltthemen geschult wurden
Neben den Unterweisungen werden auch bewusstseinsfördernde Kampagnen zu aktuellen Themen durchgeführt. So wurden beispielsweise die Mitarbeitenden in Spanien angesichts der anhaltenden Dürre in Katalonien und Andalusien im Jahr 2024 intensiv im sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser geschult.
Den Erfolg der Sensibilisierung der Beschäftigten für Umweltfragen belegen unterschiedliche Umweltschutzaktionen im Unternehmen:
Nahezu alle Einheiten arbeiten inzwischen unter dem Schirm der ISO-14001-Zertifizierung; die letzten Standorte werden 2025 folgen.
In der Schweiz kommt regelmäßig zu Ostern der „Recycling Bunny“ mit Ideen, Tipps oder Anregungen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit zu den Mitarbeitenden.
Einen Beitrag zur Biodiversität leistet STILL in Hamburg, indem das Unternehmen seit mittlerweile sechs Jahren ein Bienenvolk auf dem Betriebsgelände beherbergt. In Dänemark werden zudem die Grünflächen zugunsten der Insektenwelt nicht mehr gemäht.
Ideenmanagement
Das Ideenmanagement ist bei STILL bereits seit Jahren eine feste Institution und unterstützt durch die Vorschläge aller Mitarbeitenden die stetige Weiterentwicklung des Unternehmens. Qualität, Produktivität und Arbeitszufriedenheit werden somit auf Basis der Kenntnisse und Erfahrungen der gesamten Belegschaft verbessert. Ungenutzte Potenziale sollen aktiviert und in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung des gesamten Produkt- und Dienstleistungsportfolios einfließen. Das umfasst auch Produktions- und Arbeitsabläufe sowie die Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes. Verbesserungsideen werden durch einen Gutachter des betreffenden Fachbereichs mithilfe festgelegter Bewertungskriterien beurteilt und anhand der sich daraus ergebenden Punktebewertung honoriert.
Ein Beispiel ist die im Berichtsjahr am Hauptsitz Hamburg eingereichte Idee zur Wiederverwertung von Kanthölzern. Die als Ladehilfsmittel verwendeten und bislang entsorgten Kanthölzer werden der Idee folgend nach der Verwendung gesammelt und wiederverwendet. Mit der für das Jahr 2026 geplanten Umsetzung können voraussichtlich etwa 2.900 Kanthölzer pro Jahr eingespart werden; das entspricht circa 27,84 m3 Holz.
Im Rahmen einer auf ökologische Nachhaltigkeit ausgerichteten Ideenmanagement-Kampagne aus dem Jahr 2023 wurden verschiedene Mitarbeiterideen umgesetzt, die auch im Geschäftsjahr 2025 fortgeführt wurden. Dazu zählt die Reduktion von Plastikmüll bei der Lieferung von Zylindern für die Produktion: In Zusammenarbeit mit dem Lieferanten werden die Zylinder nun gebündelt geliefert, wodurch der Verpackungsaufwand und damit der Kunststoffeinsatz deutlich reduziert werden. Darüber hinaus konnte die Anzahl gedruckter Lieferscheine für Ersatzteile von zwei auf ein Exemplar halbiert werden, was zu erheblichen Einsparungen an Papier und Toner führt.
Seit 2023 wird zudem auf den Einsatz von Plastik-Schnellverschlusstüten in der Fertigung verzichtet. Fertigungsaufträge, die zuvor in solchen Tüten weitergegeben wurden, werden seither ohne Kunststoffverpackung im Prozess weitergeleitet.
Auch eine sozial nachhaltige Initiative wurde 2025 fortgeführt: Regionales Obst wird geerntet und von Menschen mit Behinderung oder sozialen Benachteiligungen zu Fruchtsäften verarbeitet, die anschließend in der Kantine im Stammhaus Hamburg für die Beschäftigten erhältlich sind.
